Mittwoch, 30. März 2016

Wer von euch noch unterschreiben möchte

ArmutIstSexistisch

Wirtschaftsminister Gabriel plant Entmachtung des Bundestages

Freitag, 25. März 2016

Die Erfolge der Avaaz-Bewegung im Jahr 2016 (bis jetzt!)


Liebe wunderbare Avaazer,

wenn ihr euch manchmal fragt, was unser Einsatz eigentlich bewirkt, oder wenn ihr einfach nur ein wenig Hoffnung und Zuversicht gebrauchen könnt, dann lest weiter!

Man kann kaum genug davon kriegen :-).

Die Erfolge der Avaaz-Bewegung im Jahr 2016 (bis jetzt!)

Keine Jagd auf Finnwale

Jahrelang hat der skrupellose Millionär Kristjan Loftsson Hunderte von bedrohten Finnwalen abgeschlachtet. Damit ist jetzt Schluss! Zusammen mit vielen Verbündeten haben eine Million von uns die niederländische Regierung dazu gedrängt, ihn nicht in ihre Häfen zu lassen. Dann haben sich deutsche Avaaz-Mitglieder dafür eingesetzt, dass in ihrem Land das Gleiche passiert. Anschließend haben wir in der Karibik, wo Loftssons Schiff registriert war, einen medialen und politischen Wirbel ausgelöst. Nach jahrelangem Druck hat er die Jagd nun abgesagt!

„Der weltweite Druck der Avaaz-Gemeinschaft hat zweifelsohne eine große Rolle bei Loftssons Entscheidung gespielt."
- Vanessa Williams-Grey, Whale and Dolphin Conservation


Keine Waffen mehr für Saudi-Arabien

Wenn es um Menschenrechte geht, ist Saudi-Arabien ein Alptraum. Nachdem das Land im Jemen Schulen und Krankenhäuser bombardiert hat, wurden in Europa Stimmen für ein Waffenembargo laut. Als die EU-Politiker dann unter dem Druck einflussreicher saudischer Lobbyisten einzuknicken drohten, sind 740.000 Avaaz-Mitglieder eingeschritten und haben die Parlamentarier mit Anrufen und Nachrichten überflutet. Und das mit Erfolg: Zum ersten Mal in der Geschichte hat ein westliches Parlament dafür gestimmt, Waffenverkäufe an Saudi-Arabien zu verbieten! Jetzt stehen auch andere Regierungen unter Druck, es Europa gleichzutun.

„Aus Schottland, Frankreich, dem Jemen — die Menschen haben uns angerufen und zum Handeln aufgefordert. Avaaz hat eine tragende Rolle dabei gespielt, diese Botschaft ins Europaparlament zu bringen."- Alyn Smith, Mitglied des Europaparlaments


Monsantos lukrativstes Gift stoppen

Monsantos Pflanzengift Glyphosat ist einfach überall und beschert dem Mega-Konzern riesige Gewinne. Doch als die UNO bekannt gab, dass es wahrscheinlich krebserregend ist, haben fast 1,5 Millionen von uns ein Verbot gefordert! Europa stand kurz davor, die Zulassung des Mittels für weitere 15 Jahre zu genehmigen, als Avaaz unsere Petition überreichte und Tausende von uns Eilnachrichten an unsere Regierungen sendeten. In letzter Minute brach in Europa die Unterstützung für die Genehmigung weg und die Europäische Kommission musste die Abstimmung verschieben! Wir werden den Druck so lange aufrechterhalten, bis wir das Verbot haben, das unser Planet braucht.

„Die Avaaz-Kampagne hat dazu beigetragen, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein und die Bedenken über Glyphosat zu verschärfen. Als Abgeordneter hat mir das bei meiner Arbeit an diesem Thema geholfen… Bleiben Sie in diesem Anliegen an unserer Seite"- Dr. Pavel Poc, Mitglied des Europaparlaments und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Europaparlament


Erfolge für Palästina

Nachdem im Gazastreifen entsetzlich viele Zivilisten ums Leben gekommen waren, haben fast zwei Millionen von uns sechs große Unternehmen dazu aufgefordert, nicht mehr von der israelischen Militärbesetzung in Palästina zu profitieren. Unsere Bewegung hat Nachrichten an Geschäftsführer gesendet, Demos von London bis Ramallah abgehalten, sich mit Regierungsbeamten und Firmenvertretern getroffen und andere Länder dazu aufgefordert, ihre Verbindungen zu diesen Unternehmen zu beenden. Letzten Monat hatten bereits 3 der 6 Unternehmen einen Rückzieher gemacht! Dieses Vorgehen hat im Einsatz für Freiheit und Frieden Wirkung gezeigt.

„Die fast 2 Millionen Avaazer, die sich dem Einsatz angeschlossen haben und Unternehmen dazu auffordern, ihr Kapital aus der Besetzung abzuziehen, zeigen Israel, dass der öffentliche Druck zur Beendigung dieser Unterdrückung in den Mainstream übergeht."- Rabbi Alissa Wise, Stellvertretender Direktor, Jewish Voice for Peace


Verschwundene Flüchtlingskinder retten

Tausende syrische Flüchtlingskinder sind ohne ihre Eltern in Europa verschwunden und geraten ins Visier von Menschenhändlern. Deswegen haben 40.000 von uns gespendet, um Anwälte dabei zu unterstützen, diese Kinder zu finden, Rechtsbeistand zu leisten und sie in Sicherheit zu bringen. Dutzenden Kindern wird bereits geholfen. Diese Woche sind gerade drei Jungs in London angekommen und haben zum ersten Mal seit Monaten ihre Familien wiedergesehen!

„Ich kann kaum in Worte in fassen, wie dankbar ich euch allen bin. Aus tiefstem Herzen, vielen Dank."- Einer der Jungen, der in Großbritannien angekommen ist


Verbot von Genitalverstümmelung in Somalia

Der somalische Premierminister ist dem Beispiel von über einer Million Avaaz-Mitgliedern gefolgt und hat unsere Petition für ein vollständiges Verbot weiblicher Genitalverstümmelung unterzeichnet! Somalische Frauenrechtsexperten hatten uns gesagt, dass weltweiter Druck ihnen helfen könnte, ein Verbot weiblicher Genitalverstümmelung durchzusetzen. Doch wir hätten nie gedacht, dass der somalische Premierminister, der Außenminister und die engagierte Ministerin für Frauen- und Menschenrechte die Petition selber unterzeichnen würden! In Zusammenarbeit mit diesen führenden Politikern sowie mit UNICEF und Opfern von Genitalverstümmelung ist es nun wahrscheinlich, dass diese brutale Praxis, unter der 98 Prozent der somalischen Frauen leiden, illegal wird!

„Ich setze mich dafür ein, weibliche Genitalverstümmlung in Somalia durch Gesetze, politischen Dialog, Bildung und Beteiligung der Zivilgesellschaft zu verbieten."- Omar Abdirashid Ali Shamarke, somalischer Premierminister

Wie wir 2016 unser Licht in die Welt tragen

Diese Geschichten sind Teil einer tiefergreifenden Dynamik — dem Kräftespiel zwischen Angst und Liebe, Hoffnung und Verzweiflung, Ignoranz und Verständnis. Manchmal geht es bei Avaaz-Kampagnen darum, den hoffnungsvollen Geist unserer Bewegung in solche Situationen einzubringen, um sowohl in unserer Kultur als auch in unserer Politik einen Wandel zu bewirken. Hier findet ihr einige leuchtende Beispiele aus den letzten paar Monaten:


Griechische Helden und Heldinnen würdigen

Alkmini, ein Avaaz-Mitglied, war von den griechischen Fischern und Rentnern inspiriert, die tausende Flüchtlingsfamilien gerettet und umsorgt haben. Sie startete eine Petition, um diese stillen Helden für den Nobelpreis zu nominieren. Dann haben sich über 600.000 von uns ihrer Forderung angeschlossen und Desmond Tutu hat einen offiziellen Antrag von 230 führenden Akademikern an das Nobelpreiskomitee unterstützt. Diese bewegende Geschichte hat gezeigt, wie Menschlichkeit jede Angst besiegen kann. Und von der BBC bis zu CNN hat das weltweit in den Medien für Aufmerksamkeit gesorgt.

„In Zeiten, in denen Angst und Rassismus unsere Gesellschaften bedrohen und Europa seine Zäune hochzieht, hat die große Mobilisierung der Avaaz-Mitglieder die Stimme der Menschlichkeit in der ganzen Welt erklingen lassen"- Matina Katsiveli, Mitgründerin des Leros Solidarity Network


Sklaverei in Guatemala

Nach Jahrzehnten haben 14 mutige Frauen ihr Schweigen gebrochen und sind vor Gericht den guatemaltekischen Generälen entgegengetreten, die sie als Sex-Sklavinnen missbraucht hatten. 40.000 Avaaz-Mitglieder aus ganz Lateinamerika haben ihnen bei ihrem schweren Gang in den Gerichtssaal mit herzerwärmenden Botschaften zur Seite gestanden. Und ihr Mut hat sich ausgezahlt: Zum ersten Mal wurden diese Generäle wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

„Ich habe mich über die solidarischen Nachrichten gefreut. Ich weiß, dass ich nicht alleine bin und ich wollte mein Gesicht zeigen, als ich hörte, dass es auf der ganzen Welt Menschen gibt, die mich unterstützen."- Doña Rosa, eine der Frauen


Köln

Nachdem Frauen in Deutschland in der Silvesternacht angegriffen wurden, machten sich Rassismus und Fremdenhass breit. Einige Flüchtlingsmänner reagierten darauf, indem sie als Zeichen des Respekts auf der Straße Blumen an Frauen verteilten. Um diese Geste zu erwidern und Solidarität und einen Willkommensgruß zum Ausdruck zu bringen, haben hundert Avaazerinnen in Köln Blumen an Flüchtlinge verteilt. Und ihr Video verbreitete sich wie ein Lauffeuer!

„Als Zeichen des Friedens haben männliche Flüchtlinge Blumen an Frauen verteilt. Als Avaaz-Mitglieder wollten wir diese mutige Geste erwidern und zeigen, dass wir Hass mit Menschlichkeit entgegentreten." - Maresa, Avaaz-Mitglied


Ach, solche Geschichten wärmen einem einfach das Herz, oder?

Das Verrückteste daran ist, dass dies nur ein Bruchteil dessen sind, was unsere Bewegung in den letzten paar Monaten geleistet hat!

Unser Einsatz bewegt etwas. Wir sehen Erfolge und zwar solche, die die Welt schaffen, die wir uns für unsere Kinder erträumen. Es gibt noch viel zu tun, doch jetzt können wir uns einen Moment nehmen, um für all die wunderbaren 43 Millionen Menschen in dieser Bewegung dankbar zu sein. Unser gemeinsamer Einsatz ist eine riesige Freude.

Danke, danke, danke.

Mit viel Liebe und Dankbarkeit,

Ricken, Alice, Ben, Maria Paz, Emily, Risalat, Mike, Lisa und das ganze Avaaz-Team.

PS — Was wir erreichen, ist zu einem großen Teil darauf zurückzuführen, dass wir zu 100 Prozent von kleinen Einzelspenden finanziert werden und kein Geld von Unternehmen, Regierungen, Stiftungen oder Großspendern annehmen. Um all das weiterhin möglich zu machen, könnt ihr hier klicken:
https://secure.avaaz.org/de/reportback_fr_16mar/?bwCXicb&v=74426&cl=9713409447




Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 42 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.


Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Mittwoch, 23. März 2016

Keine Wiederzulassung von Glyphosat!



EU-Umweltausschuss stimmt gegen Glyphosat
Diese E-Mail im Browser lesen.






Lieber Herr Paukstadt,

38 Stimmen gegen die Glyphosat-Wiederzulassung. Sechs dafür. 18 Enthaltungen. Nach einer Schweigeminute fand gestern die Sitzung des Umweltausschusses des EU-Parlaments in Brüssel statt. Und endete mit einem klaren Votum: Keine Wiederzulassung von Glyphosat!

Leider ist das keine bindende Entscheidung. Es ist aber ein starkes Signal, das uns Mut gibt für unseren Kampf um eine Glyphosat-freie Zukunft. Der Umweltausschuss fordert außerdem, dass die Europäische Kommission ihre Bewertungsgrundlagen – die Studien der Industrie – öffentlich macht.

"Unser" Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) kennt diese Bewertungsgrundlagen ebenfalls – ist das ihm unterstellte BfR doch für die Bewertung verantwortlich. Aber auch er schweigt stoisch.
 
 
Fordern Sie Transparenz von Minister Schmidt!









"Glyphosat wurde von der Weltgesundheitsorganisation als vermutlich krebserregend eingestuft. Während die Industrie behauptet, die Substanz würde komplett abgebaut, ist nun klar, dass Glyphosat-Rückstände überall zu finden sind: in der Umwelt, in vielen Produkten des täglichen Lebens, in unseren Körpern", so ein Sprecher des Umweltausschusses gestern. Finden wir auch!

Und weiter: "Jede Ungewissheit muss beseitigt sein, bevor wir mit dem Genehmigungsverfahren einer Substanz, die so umfassend eingesetzt wird, fortfahren. Dies ist ein Beispiel, wie das "Vorsorge-Prinzip" angewendet werden sollte."

 
 
Fordern Sie Transparenz von Minister Schmidt!









Vielen Dank und ein frohes Osterfest!

Nehle Hoffer
für das BUND-Glyphosat-Team





Wenn Sie keine E-Mails vom BUND mehr erhalten möchten, können Sie sich hier abmelden.

Freitag, 18. März 2016

Jetzt ist die Katze aus dem Sack, denn der Vertragstext von CETA liegt vor – und dieser bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen.

Um den Newsletter online zu lesen, klicken Sie bitte hier.
Jetzt Förderer/Förderin werden!
Hallo und guten Tag, Manfred Paukstadt

seit mehr als zwei Jahren kämpfen wir gegen die Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) sowie der EU und Kanada (CETA). Aber eben solange werden wir angelogen und verleumdet – von den Unternehmen und von unserer Regierung. „Freihandelsgegner“, „Anti-Amerikanismus“, „Panikmache“ – so lauten die Vorwürfe. Nochmal ganz deutlich: Nein, wir sind weder gegen Freihandel noch sind wir dumpfe Anti-Amerikaner und schon gar nicht machen wir Panik. Wir sind schlichtweg tief besorgt: Denn CETA und TTIP bedrohen unsere Demokratie und das bisher Erreichte im Umwelt-, Verbraucher-, Gesundheits- und Arbeitnehmerschutz.

Jetzt ist die Katze aus dem Sack, denn der Vertragstext von CETA liegt vor – und dieser bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen.

1. Es soll keinen effektiven Schutz mehr vor Giften geben!
Im CETA-Vertragstext ist das Vorsorgeprinzip nicht garantiert und rechtlich abgesichert. Dieses Prinzip ist eine große politische Errungenschaft der EU und hat Verfassungsrang. Stehen zum Beispiel Chemikalien im Verdacht, der menschlichen Gesundheit ernsthaft zu schaden, dann können Sie vorsorglich verboten werden. Das Vorsorgeprinzip hat den Umgang mit giftigen Chemikalien revolutioniert – zum Vorteil für die Menschen. Doch was ergibt sich aus dem CETA-Vertrag? Das Vorsorgeprinzip ist nicht mehr garantiert, wie eine Analyse der Universität Göttingen ergibt. Das kann gravierende Folgen haben für uns Bürgerinnen und Bürger. Ein Beispiel:

So wollte die EU bisher noch vorsorglich diejenigen Chemikalien verbieten, die in vielen Kunststoffen vorkommen und den menschlichen Hormonhaushalt schädigen beziehungsweise Unfruchtbarkeit bewirken können (sogenannte endokrine Disruptoren). Davon ist jetzt nicht mehr die Rede…

Sind wir also Panikmacher? Wenn Sie nicht dieser Meinung sind, sondern auch finden, dass wir denen, die uns Sand in die Augen streuen wollen, genau auf die Finger schauen müssen, dann helfen Sie uns dabei: Werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch!

Die Abkehr vom Vorsorgeprinzip ist bei weitem nicht das einzige Problem des CETA-Vertrages:

2. Über eine Paralleljustiz können Konzerne den Staat erpressen.
Von der Kritik an den umstrittenen Schiedsgerichten haben Sie sicher schon gehört. Danach können Investoren Staaten auf hohen Schadensersatz – möglicherweise in Milliardenhöhe – verklagen, wenn sie wichtige Maßnahmen beschließen, um die Umwelt oder die Gesundheit der Verbraucher vor schweren Schäden zu bewahren. Will der Staat also zum Beispiel die oben erwähnten hormonschädigenden Substanzen verbieten, kann ein Unternehmen, das in die Produktion dieser Stoffe investiert hat, ihn vor einem Schiedsgericht wegen „nicht realisierter Gewinne“(!) auf Schadensersatz verklagen und – Recht bekommen! Selbst wenn ein ordentliches Gericht diese Klage ablehnen würde! Schon die Androhung derartiger Klagen kann Staaten davon abhalten, wichtige Entscheidungen für das das Allgemeinwohl zu treffen. Heftiger Protest hat die EU zwar veranlasst, das Konzept der Schiedsgerichte kosmetisch zu verbessern und anders zu benennen. Aber in der Substanz bleibt diese skandalöse Paralleljustiz bestehen.
Liebe foodwatch-Interessentinnen und Interessenten, wer regiert uns eigentlich: unsere gewählte Regierung – oder Siemens, Monsanto und BASF?

3. Die Demokratie wird ausgehebelt!
„Liebe Bürger, keine Sorge, das wird doch am Schluss alles demokratisch entschieden. Die nationalen Parlamente müssen doch so einem Handelsvertrag zustimmen“ - so beruhigt uns unsere Regierung. Aber was ist denn die Wirklichkeit? Leider ist  überhaupt nicht sicher, ob die Parlamente der Mitgliedsstaaten am Schluss über CETA entscheiden dürfen. Im Gegenteil: CETA steht jetzt vor der Beschlussfassung, aber die EU-Kommission hat sich noch nicht verbindlich festgelegt, dass die nationalen Parlamente etwas zu sagen haben. Allein diese Unsicherheit ist schon ein Skandal, wenige Wochen vor der Beschlussfassung von CETA. Und selbst wenn die nationalen Parlamente abstimmen dürfen. Der Vertrag droht, in Kraft zu treten, ohne dass ein Parlamentarier aus den Mitgliedstaaten jemals die Hand gehoben hat. Denn der Handelsvertrag kann „vorläufig angewendet“ werden, und das ist so gut wie sicher.

Unfassbar: Ein Vertrag, der tief in unser tägliches Leben eingreift, der sogar den Schutz unserer Gesundheit oder den Umweltschutz den Gewinninteressen unterordnet, kann “vorläufig“, das heißt jahrelang, angewendet werden ohne die Zustimmung unserer gewählten Vertreterinnen und Vertreter im Bundestag!

Diesen Anschlag auf die Demokratie dürfen wir nicht hinnehmen! Unterstützen Sie uns, werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch und geben Sie damit Ihr Votum gegen TTIP und CETA ab!

Schon längst könnten die EU und die Regierungen klar sagen, wie am Schluss abgestimmt wird. Alle nötigen Informationen liegen vor. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin entsetzt und wütend, dass die Regierungen mich nicht wie einen Bürger, sondern wie einen Untertanen behandeln.
Liebe Interessentinnen und Interessenten, wehren Sie sich mit uns! Jedes zusätzliche Mitglied stärkt uns in der Auseinandersetzung mit der übermächtigen Konzernlobby. Deshalb: Schließen Sie sich uns an und werden Sie als Förderin/Förderer ein Teil von foodwatch! Unsere Interessen sind offensichtlich bei unseren Regierungen und leider auch bei vielen Volksvertretern, die diesem Treiben der Regierungen tatenlos zusehen, nicht mehr gut aufgehoben. Deshalb hilft nur eines: Wir müssen Widerstand leisten. Helfen Sie uns dabei. Um glaubhaft argumentieren zu können, brauchen wir den Rat der besten Juristen und Wissenschaftler, brauchen Expertisen und intensive Recherchen. Das alles kostet Geld. Deshalb brauchen wir Ihre Hilfe und deshalb bitte ich Sie ganz persönlich: Werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!


P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Förderer und Förderinnen spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützerinnen und Unterstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderin/Förderer und kämpfen Sie mit uns gemeinsam!

  Wir würden uns freuen, wenn Sie unseren Newsletter weiterempfehlen

Wenn Sie den Newsletter abbestellen oder Ihre E-Mail-Adresse ändern möchten, klicken Sie bitte hier.

Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail:
aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 - 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

Donnerstag, 17. März 2016

Janoschs kleine Helden brüllen für ein Wildtierverbot im Zirkus #Tierrecht

Mittwoch, 16. März 2016

Minister Schmidt gibt keine Auskunft - Glysophat

Dienstag, 15. März 2016

Jetzt die "Osterlämmer" retten! #Ostern

Hallo Manfred, dieser Aufruf wurde vor kurzem auf Change.org gestartet. Wir dachten, Sie möchten sich vielleicht engagieren?

Jetzt die "Osterlämmer" retten! #Ostern


Karl-H. W. Greve
Quartzau, Deutschland
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bedford-Strohm,
sehr geehrter Herr Dr. Goldenstein,

uns graut es heute schon vor Ostern! Warum fragen Sie? Weil in diesen Tagen schon das Markieren der sogenannten Osterlämmer beginnt. Wenige Wochen nach ihrer Geburt sollen diese Tierchen ihrer Mutter entrissen werden, um einem anachronistischen Osterbrauch nach zu einem fragwürdigen Gaumenkitzel degradiert zu werden.

Massenhafte Tötungen für ein christliches Fest der Liebe und des Lebens? Das verträgt sich in unseren Augen überhaupt nicht! Sollte es nicht vielmehr möglich sein, in einem Land, in dem Fleisch ohnehin zur billigen Massenware verkommen ist und deshalb zu Lasten von Tierwohl und Umwelt täglich auf den meisten Tischen zu finden ist, gerade an solchen Feiertagen mal darauf zu verzichten?

Leider ist diesbezüglich seitens der Kirche aber nur wenig hinsichtlich dieser Problematik zu vernehmen. Nach unserer Auffassung würde es aber zu den originären Aufgaben der Kirche gehören, die Stimme auch für unsere Mitgeschöpfe zu erheben. Rund 10 Mio Mitbürger sind deshalb zu Vegetariern geworden und lehnen es ab, leidens- und empfindungsfähige Lebewesen zu konsumieren.

Bitte tragen Sie den Gefühlen dieser immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe Rechnung und rufen zur Abkehr vom "traditionellen" Lammbraten zu Ostern auf. Lämmer gehören auf die Weide! Sie sind das Sinnbild der Lebensfreude - erhalten Sie das bitte soweit wie möglich. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen aus dem Wendland
Karl-Heinz Greve,  29459 Clenze-Quartzau 
Frances Süsses Cats und weitere Unterzeichner/innen