Donnerstag, 30. April 2015

Europäische Investitionsbank - Europaparlament fordert strengere Kontrolle

Europäische Investitionsbank - Europaparlament fordert strengere
Kontrolle

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Das Europaparlament hat heute seinen Jahresbericht 2013 zur Arbeit der
Europäischen Investitionsbank (1) verabschiedet. In diesem Jahr hatte
die Grünen/EFA-Fraktion mit dem Berichterstatter Ernest Urtasun (ICV,
Spanien) erstmals die Federführung für diesen Bericht.
Den verabschiedeten EIB-Bericht kommentiert Berichterstatter Ernest
Urtasun:

"Der Einfluss der EIB auf die Wirtschaft- und Finanzpolitik wächst
stetig. Gerade im Investitionsplan der Europäischen Kommission hat sie
eine entscheidende Rolle. Deshalb darf sie nicht weiter weitgehend ohne
Kontrolle agieren. Sie muss transparenter werden und die Möglichkeiten
für eine effiziente Kontrolle verbessern. Die EU-Abgeordneten fordern,
dass die Bank dem Europaparlament in Zukunft ausführlicher über ihre
Geschäftstätigkeit Auskunft geben muss. Bei der Bewertung ihrer
Projekte müssen wirtschaftlichen Effekte genauso wie ihre sozial-
ökologischen Folgen zählen.

Sven Giegold, finanz- und wirtschaftspolitischer Sprecher der
Grünen/EFA-Fraktion im Europaparlament: fügt hinzu:

"Bei der Förderpolitik brauchen wir einen radikalen Wandel: Die EIB
muss nachhaltige Projekte fördern, die Innovation und Arbeitsplätze
schaffen. Energieffizienz und Erneuerbare Energien müssen im
Mittelpunkt stehen. Klimaschutz muss bei den Projekten konsequent
beachtet werden. Es kann nicht sein, dass die Bank noch immer aktiv die
Energiegewinnung aus Kohle oder sinnlose Riesen-Infrastruktur-Projekte
fördert. Die EIB ist auch nicht dafür da, Großkonzernen Risiken für
ihre Investitionen abzunehmen, die ohnehin Zugang zu Kredit haben.
Banken und Großunternehmen, die in aggressive Steuervermeidung
verwickelt sind, müssen von der Förderung ausgeschlossen werden."


(1)  Die EIB ist eine der größten öffentlichen Banken der Welt. Sie
steht unter begrenzter Kontrolle des Europaparlaments. Schon lange wird
sie von Umweltschützern, kleinen und mittleren Unternehmen und
Wirtschaftswissenschaftlern für ihre Geschäftspolitik kritisiert. In
den letzten Jahren hat sie einen Reformprozess durchlaufen.

Den EIB-Bericht (deutsche Version) finden Sie hier:
http://bit.ly/1OE6TD2

-------------------------------

Die fortschrittlichen Beschlüsse des Europaparlaments im einzelnen:

EIB soll mehr Risiko übernehmen
7. ist der Ansicht, dass Projekte mit einem europäischen Mehrwert und
einer positiven Kosten-Nutzen-Analyse Vorrang genießen sollten;
verweist darauf, wie wichtig es ist, Projekte auf den Weg zu bringen,
die größtmögliche Ergebnisse bei der Schaffung von Arbeitsplätzen haben
könnten; hebt hervor, dass es notwendig ist, sich auf Projekte mit
höherem Risiko zu konzentrieren, die nicht ohne weiteres die
Bedingungen für eine Finanzierung durch Banken erfüllen; warnt davor,
dass diese Task Force politischem Druck ausgesetzt sein könnte,
Projekte zu fördern, die von bestimmten Interessengruppen favorisiert
werden, was zu einer Fehlallokation finanzieller Mittel zu unrentablen
Investitionen führen könnte, die nicht im öffentlichen Interesse
liegen;

Projekte sollten zusätzlich sein, Verdängungseffekte von EIB-Krediten
vermieden werden
9.      weist darauf hin, dass das Verfahren zur Auswahl der Projekte
zum Ziel haben sollte, Verdrängungs- und Umverteilungseffekte zu
vermeiden, und sich deshalb auf Projekte mit europäischem Mehrwert und
hohem innovationsbasiertem Potenzial konzentrieren sollte, die dem
Zusätzlichkeitskriterium entsprechen; betont, dass das
Beschäftigungspotenzial der Projekte berücksichtigt werden muss, die in
den unter Massenarbeitslosigkeit leidenden EU-Mitgliedstaaten
ausgewählt werden;

18.    betont, dass die zusätzliche Darlehenskapazität, die sich aus
der kürzlich vorgenommenen Kapitalerhöhung der EIB um 10 Mrd. EUR
ergeben hat, nicht vollständig genutzt wurde; fordert die einbezogenen
Interessenträger auf, nach Kräften Maßnahmen zu fördern, um die
Darlehensvergabe der EIB auszuweiten;

Europaparlament betont schlechte Erfahrungen mit Öffentlich-Privaten-
Partnerschaften und Risikoteilungsinstrumenten
21.    bekräftigt seine verhaltene Unterstützung der Entwicklung
öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP), die, wenn sie gut gestaltet
sind, eine wichtige Rolle bei langfristigen Investitionen, in der
digitalen Wirtschaft, bei Forschung und Innovation, beim Humankapital
sowie in europäischen Verkehrs-, Energie- und Telekommunikationsnetzen
spielen können; bedauert, dass sich mängelbehaftete ÖPP zu einem
kostspieligen System der öffentlichen Finanzierung des Privatsektors
entwickelt haben, was zur Verschuldung der öffentlichen Hand geführt
hat; weist außerdem darauf hin, dass solche Maßnahmen häufig mit dem
Problem der Undurchschaubarkeit und der asymmetrischen Verteilung der
Informationen in den Erfüllungsklauseln zwischen den öffentlichen und
den privaten Stellen, üblicherweise zugunsten des Privatsektors,
belastet sind;

23.    weist darauf hin, dass Risikoteilungsinstrumente, die im
Endeffekt die Bereitstellung staatlicher Beihilfen einschließen, nur
für Fälle von Marktversagen, durch das externe Kosten entstehen, bzw.
nur für die Erfüllung von Aufgaben von allgemeinem Interesse wie der
Bereitstellung öffentlicher Güter und der Erbringung von
Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse vorgesehen
werden sollten, wobei jedoch beachtet werden muss, dass ein solcher
Schritt stets die Gefahr einer Sozialisierung von Verlusten und einer
Privatisierung der Erträge mit sich bringt; weist darauf hin, dass dies
im Falle eines Ausfalls dazu führt, dass der öffentliche Sektor die
Verluste tragen muss;

33.    bedauert die Rolle, die die EIB und die Kommission beim Projekt
Castor spielen, das im Rahmen der Projektanleiheninitiative finanziert
wird und bei dem eine Risikobewertung vorgenommen wurde, in der die
Gefahr gesteigerter seismischer Aktivität aufgrund der Verpressung von
Gas nicht berücksichtigt wurde, obwohl zahlreiche Studien vorliegen, in
denen eindeutig vor den potenziellen Gefahren gewarnt wird; fordert die
Kommission und die EIB nachdrücklich auf, Maßnahmen zu ergreifen, um zu
verhindern, dass die spanischen Bürger über ein höheres öffentliches
Defizit oder durch eine Erhöhung der Energiekosten
Entschädigungszahlungen in Höhe von 1,3 Mrd. EUR für ein katastrophal
bewertetes Projekt zahlen müssen; fordert die Kommission auf, den
Empfehlungen der Europäischen Bürgerbeauftragten Folge zu leisten und
zu untersuchen, ob die Beschlüsse der spanischen Regierung zu Castor
als verbotene staatliche Beihilfen betrachtet werden könnten;

34.    bedauert, dass die EIB die Ausweichautobahn "Passante di Mestre"
finanziert hat, nachdem die italienischen Behörden öffentlich
mitgeteilt hatten, dass der Geschäftsführer des größten
Unterauftragnehmers wegen Steuerbetrug festgenommen wurde; fordert die
EIB angesichts der noch laufenden Ermittlungen der italienischen
Behörden im Korruptionsskandal im Zusammenhang mit dem Bau und der
Verwaltung der "Passante di Mestre" auf, das Projekt "Passante di
Mestre" nicht im Rahmen der Projektanleiheninitiative oder durch ein
anderes Finanzinstrument zu finanzieren und sicherzustellen, dass sie
ihre Null-Toleranz gegenüber Betrug umsetzt, wenn sie den Einsatz von
Projektanleihen in Erwägung zieht;

Energie und Klimaschutz
38.    fordert die EIB auf, ihre neuen Kriterien für die Vergabe von
Darlehen im Energiebereich korrekt anzuwenden und in regelmäßigen
Abständen und öffentlich über ihre Anwendung zu berichten;

39.    fordert die EIB auf, ihre Investitionsanstrengungen zu
verstärken, um ihren CO2-Fußabdruck wesentlich zu verringern, und
Strategien auszuarbeiten, die die Union dabei unterstützen, ihre
Klimaziele zu erreichen; begrüßt, dass die EIB 2015 eine
Klimaverträglichkeitsprüfung und eine Überprüfung ihrer sämtlichen
Aktivitäten vornehmen und veröffentlichen lassen wird, was
möglicherweise eine erneuerte Klimaschutzpolitik zur Folge haben wird;
hofft, dass die Energiepolitik der EIB durch ihren neuen
Emissionsstandard konkret unterstützt werden wird, der für alle
Projekte zur Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen angewendet
werden soll, um Investitionen in Projekte herauszufiltern, deren
voraussichtliche Kohlenstoffemissionen einen Schwellenwert
überschreiten; fordert die EIB auf, den neuen Emissionsstandard
regelmäßig zu überprüfen und strengere Verpflichtungen anzuwenden;

Mehr Transparenz und keine Nutzung von Steueroasen

52.    begrüßt die gegenwärtige Überprüfung der Transparenzpolitik
sowie weitere Initiativen zur Förderung von Transparenz als wichtige
Schritte, um der früheren Geheimhaltungstradition der EIB ein Ende zu
machen, und fordert die EIB nachdrücklich auf, vorzugsweise auf der
Grundlage einer "Offenlegungsvermutung" anstelle einer
"Vertraulichkeitsvermutung" vorzugehen, da sich dadurch die Liste der
Offenlegungsausnahmen wesentlich verringern wird; weist auf die
Verpflichtung der EIB hin, dafür zu sorgen, dass ihre
Transparenzstrategie mit den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr.
1049/2001 über den Zugang der Öffentlichkeit zu Dokumenten des
Europäischen Parlaments, des Rates und der Kommission im Einklang
steht;

54.    fordert die EIB nachdrücklich auf, nicht mit Unternehmen
zusammenzuarbeiten, die aus kooperationsunwilligen Drittstaaten heraus
agieren, die "sich insbesondere dadurch auszeichne[n], dass [sie] keine
oder nur nominale Steuern erheb[en], keinen wirksamen
Informationsaustausch mit ausländischen Steuerbehörden pfleg[en] und
einen Mangel an Transparenz in Rechts- und Verwaltungsvorschriften
aufweis[en], beziehungsweise von der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung oder ihrer Arbeitsgruppe "Bekämpfung der
Geldwäsche" entsprechend gekennzeichnet wurde[n]";

55.    fordert die EIB nachdrücklich auf, eine Vorreiter- und
Vorbildrolle hinsichtlich Steuertransparenz und Verantwortlichkeit
einzunehmen; fordert insbesondere die EIB auf, genaue Daten zu den
Steuerzahlungen zu sammeln, die auf ihre Investitionsvorhaben und
Darlehensvergaben zurückzuführen sind, insbesondere betreffend die
Besteuerung von Unternehmensgewinnen und vor allem in
Entwicklungsländern, um diese Daten jährlich zu analysieren und zu
veröffentlichen;

57.    bedauert, dass sich die EIB im Zusammenhang mit einem aktuellen
Fall (Mopani/Glencore) weigert, die Ergebnisse ihrer internen
Untersuchung zu veröffentlichen; weist insbesondere auf die im
Zusammenhang mit der Beschwerde 349/2014/OV an die EIB gerichteten
Empfehlungen der Europäischen Bürgerbeauftragten hin, die EIB solle
ihre Weigerung, Zugang zu dem Untersuchungsbericht zu dem gegen
Glencore gerichteten Vorwurf der Steuerhinterziehung im Zusammenhang
mit der Finanzierung der Kupfermine Mopani in Sambia zu gewähren,
überdenken; fordert die EIB auf, den Empfehlungen der Europäischen
Bürgerbeauftragten Folge zu leisten;

Mehr Frauen in die Leitungsgremien der EIB

58.    bedauert den Mangel an Vielfalt im Direktorium, im Rat der
Gouverneure und im Verwaltungsrat der EIB, insbesondere in Bezug auf
die Geschlechtszugehörigkeit; fordert die EIB auf, den Geist der
Eigenkapitalrichtlinie umzusetzen, wonach Banken gemäß Artikel 88
Absatz 2 verpflichtet sind, über eine Zielvorgabe für die Vertretung
des unterrepräsentierten Geschlechts im Leitungsorgan zu entscheiden
und eine Strategie für die Anhebung des Anteils des
unterrepräsentierten Geschlechts im Leitungsorgan zu erstellen, um
diese Zielvorgabe zu erreichen; die Zielvorgabe und die Strategie sowie
ihre Umsetzung werden veröffentlicht;

Kritische Töne zur Aktivität in Entwicklungsländern

65.    fordert den Europäischen Rechnungshof (ERH) erneut auf, im
Vorfeld der Halbzeitbewertung des externen Mandats der EIB einen
Sonderbericht über die Leistung der Darlehenstätigkeiten der EIB in
Drittländern und ihre Angleichung an die Politik der EU auszuarbeiten
sowie ihren Mehrwert hinsichtlich der von der EIB genutzten Eigenmittel
zu vergleichen; fordert den ERH darüber hinaus auf, in seinen Analysen
zwischen den aus dem EU-Haushalt finanzierten Garantien, der aus dem
Europäischen Entwicklungsfonds finanzierten Investitionsfazilität, den
unterschiedlichen Formen von Mischfinanzierungen des Treuhandfonds für
die Strukturpartnerschaft EU-Afrika, dem Investitionsfonds für die
Karibik, der Investitionsfazilität für den Pazifik und der Verwendung
von Rückflüssen für diese Investitionen zu differenzieren; fordert den
Europäischen Rechnungshof außerdem auf, in seiner Analyse die
Verwaltung von aus dem EU-Haushalt stammenden Mitteln durch die EIB,
die im Zusammenhang mit der über den Europäischen Entwicklungsfonds
bereitgestellten Investitionsfazilität und den verschiedenen
Mischfinanzierungen in Form von Kombinationsfazilitäten der EU steht,
sowie die Verwendung von Rückflüssen aus diesen Investitionen zu
berücksichtigen;

Mehr Demokratie: Strukturierter Dialog mit dem Europaparlament

66.       fordert die EIB und das Parlament auf, eine Plattform für den
Dialog zwischen der EIB und den zuständigen Ausschüssen des Parlaments
zu schaffen; ersucht auf dieser Grundlage die EIB, ins Parlament zu
kommen, um vierteljährlich über den Fortschritt der EIB und ihre
Tätigkeiten zu berichten und zu diskutieren; schlägt vor, einen
regelmäßigen und strukturierten Dialog zwischen dem Präsidenten der EIB
und dem Europäischen Parlament aufzunehmen, der sich am Modell des
vierteljährlichen währungspolitischen Dialogs zwischen der EZB und dem
Europäischen Parlament orientiert, um eine verstärkte parlamentarische
Aufsicht über die Tätigkeiten der EIB sicherzustellen und eine
vertiefte Zusammenarbeit und Koordinierung zwischen beiden
Institutionen zu ermöglichen;


AAA-Rating erhalten
69.    begrüßt die hochwertige Qualität der Aktiva der EIB mit einem
Niveau an notleidenden Krediten von fast 0 % (0,2 %) des gesamten
Kreditportfolios; hält es für wesentlich zu gewährleisten, dass die EIB
ihr AAA-Rating behält, um ihren Zugang zu internationalen
Kapitalmärkten unter den bestmöglichen Finanzierungsbedingungen
aufrechtzuerhalten, was sich positiv auf den Verlauf von Projekten,
Interessenträger und das Geschäftsmodell der EIB auswirken würde;


PS: Sie können hier selbst einstellen, zu welchen Themen, Sie
Informationen von mit bekommen wollen:
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Wenn Sie Einladungen zu meinen Veranstaltungen in Ihrer Region bekommen
möchten, tragen Sie bitte auch Ihre Postleitzahl ein (nur in
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_________________
Sven Giegold MdEP
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Dienstag, 28. April 2015

Erfolge für Tiere

Tierische Erfolgsstorys | 28/04/2015.
Erfolge für die Tiere
Online Version
Erfolge für die Tiere
Erfolg gegen Schlachtbetrieb
Sehr geehrter Herr Paukstadt,

PETA recherchierte in einem mittelständischen Schlachtbetrieb, der mit dem Slogan „Fleisch aus der Region“ wirbt, und deckte den tierquälerischen Alltag auf, der hinter solch verbrauchertäuschenden Werbemaßnahmen steckt.

Wir dokumentierten zahlreiche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und erstatteten Anzeige gegen die Verantwortlichen. Nun wurden die Vorwürfe bestätigt und der Geschäftsstellenleiter zu einem Bußgeld verurteilt.

Viele Verbraucher setzen auf „Fleisch vom Metzger nebenan“ – in dem Glauben, dass es den Tieren, die dort zu Schnitzeln oder Wurst verarbeitet wurden, besser ergangen ist.  Es spielt jedoch keine Rolle, ob großer Schlachthof oder kleiner Schlachter von nebenan: In den Tötungsfabriken wird das Tier nicht mehr als Lebewesen wahrgenommen und ist kaum vorstellbaren Qualen ausgesetzt. Tierschutzwidrige Vorgehensweisen bei der Betäubung von Tieren sind in so gut wie jedem Schlachthof an der Tagesordnung.

Dank Ihrer Unterstützung werden wir uns weiter für die Tiere einsetzen und die Tierquälerei hinter Schlachthoftüren aufdecken.

Herzliche Grüße


Ingrid E. Newkirk
1. Vorsitzende
PETA Deutschland e.V.

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Dienstag, 21. April 2015

Der Handel mit geschützten Arten im Internet soll effektiver bekämpft werden.

BfN Pressemitteilung

Bonn/Berlin, 21.04.2015: Der Handel mit geschützten Arten im Internet
soll effektiver bekämpft werden. Darum wollen Behörden, der IFAW und
Onlineplattformen ihre Zusammenarbeit verstärken. Auf einem Workshop in
Bonn beraten sie heute erstmals über neue Kooperationsformen und mögliche
Maßnahmen zur Regulierung und Eindämmung des illegalen Online-Handels mit
geschützten Arten.

Der illegale Online-Handel mit geschützten Tier und Pflanzenarten boomt
weltweit. Auch in Deutschland werden geschützte oder sogar vom Aussterben
bedrohte Arten verstärkt im Internet gehandelt. Diese einfache Art der
Abwicklung illegaler Geschäfte ist nicht nur angesichts der dramatisch
zunehmenden Wilderei auf Elefanten in Afrika ein großes Problem für den
Artenschutz. Neben Elfenbein vom Elefanten sind auf deutschsprachigen
Plattformen noch viele weitere geschützte Arten, insbesondere exotische
Reptilien, Amphibien, Vögel oder lebende Korallen aber auch Teile und
Erzeugnisse aus geschützten Arten wie Möbel, Musikinstrumente,
Ledererzeugnisse, Elfenbeinschnitzereien, Pelzprodukte oder ausgestopfte
Tiere, legal oder illegal erhältlich.

Sowohl Plattformbetreiber als auch Behörden und der IFAW (Internationaler
Tierschutz-Fonds) kämpfen bereits seit längerem gegen illegalen Handel
mit geschützten Arten. Mit dem heutigen Workshop soll eine verstärkte
Zusammenarbeit beginnen. Diskutiert wird unter anderem, ob
Plattformbetreiber mit Popup-Fenstern oder Filtern das Einstellen von
Angeboten mit geschützten Arten bzw. Produkten daraus eindämmen können
und inwiefern die Behörden und Verbände unterstützend aktiv werden
können.

Eine Strafverfolgung ist beim Online-Artenhandel oft mit erheblichen
Schwierigkeiten verbunden. Wichtig ist es daher, das Bewusstsein dafür zu
schärfen, dass auch bei Internet-Käufen die einschlägigen
Rechtsbestimmungen zu beachten sind und dass auch die Käufer in
besonderer Verantwortung stehen.

Um eine effektive Strafverfolgung leisten zu können, ist eine enge und
besonders schnelle Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Behörden,
Verbänden und den Betreibern der jeweils betroffenen Handelsplattform
erforderlich. Dies hat in der Vergangenheit schon gut funktioniert und
soll nun weiter verbessert werden.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter:
http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5419


Hrsg: Bundesamt für Naturschutz
Referat Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Konstantinstraße 110
53179 Bonn
Fon: 0228/8491 - 4444
Fax: 0228/8491 - 1039
presse@bfn.de
www.bfn.de

Montag, 20. April 2015

BfN Pressemitteilung

BfN Pressemitteilung

Berlin/Bonn, 20.04.2015: Die wertvolle Natur- und Kulturlandschaft
zwischen Siebengebirge und Sieg soll erhalten und zum Teil renaturiert
und gepflegt werden. Das ist das Ziel eines Naturschutzgroßprojekts, das
der Bund bis 2025 mit 10,8 Mio. Euro fördert. Bundesumweltministerin
Barbara Hendricks übergab heute im Kloster Heisterbach den Förderbescheid
an den Rhein-Sieg-Kreis als Projektträger.

Hendricks: "Die Vulkanlandschaft des Siebengebirges zählt zu den
spektakulärsten Landschaften Deutschlands. Sie zeichnet sich aus durch
ein gelungenes Miteinander von Naturlandschaft und Kulturlandschaft. Wir
brauchen Landschaften wie das Siebengebirge - nicht nur für uns, sondern
auch als Zukunftsvorsorge für die Generationen, die nach uns kommen."

BfN-Präsidentin Beate Jessel: "Die enge Verzahnung von Natur- und
Kulturlandschaft, das heißt von naturnahen waldgeprägten Lebensräumen
sowie von natürlichen Fließgewässern und ihren bachbegleitenden Auen in
Verbindung mit wertvollen und reich strukturierten
Kulturlandschaftsbestandteilen wie Streuobstwiesen und Weinbergsbrachen
ist etwas Besonderes", ergänzte BfN-Präsidentin Beate Jessel.

Das Projekt trägt den Namen "Chance 7", weil sich hier sieben Gemeinden
rund um das Siebengebirge zusammengetan haben. Das Fördergebiet umfasst
acht Teilgebiete mit einer Gesamtfläche von 11.300 Hektar. Die
großflächigen Fördergebiete "Siebengebirge" und "Leuscheid" sind
bundesweit bedeutsame Buchenwälder. Im Bereich der rheinnahen Hänge des
Siebengebirges und des Ennert sollen Weinbergsbrachen erweitert und
miteinander vernetzt werden, um unter anderem Mauereidechse und Zippammer
zu schützen. Im Fördergebiet "Pleiser Hügelland" soll der Flächenumfang
von Obstwiesen substanziell erweitert werden. Auch die Regeneration von
Heidelandschaften steht auf der Liste der Projektziele, so etwa im
Fördergebiet "Oberhau/Eudenbach". Zur Stärkung der Populationen von zwei
seltenen, den Ameisenbläulingen zugehörenden Schmetterlingsarten, sollen
schließlich extensiv genutzte Wiesen erweitert und wieder verbunden
werden.

Die Vielfalt und der Wert dieser Landschaft zeigen sich an der Fülle
bedrohter Arten. So wurden im Fördergebiet insgesamt 970
Gefäßpflanzenarten und damit rund ein Drittel aller Farn- und
Blütenpflanzen Deutschlands nachgewiesen, von denen 200 Arten in
Nordrhein-Westfalen bereits als bestandsgefährdet gelten.

Die signalisierte Unterstützung des Projektes durch sechs Städte und
Gemeinden, durch die vor Ort aktiven Naturschutzverbände und -vereine
sowie durch Vertreter von Land- und Forstwirtschaft lassen erheblichen
Rückenwind für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes erwarten,
erläuterte BfN-Präsidentin Jessel. "Ich gehe davon aus, dass die
bereitgestellten Fördermittel nicht nur Schwarzstorch, Gelbbauchunke und
Ameisenbläuling zu Gute kommen, sondern dass die gesamte Landschaft
langfristig erhalten und auch für die in ihr lebenden Menschen
aufgewertet wird".

Das bis 2025 projektierte Vorhaben umfasst ein Fördervolumen von rd. 14
Mio. Euro. Der Bund beteiligt sich mit 75%, das Land Nordrhein-Westfalen
mit 15% und der Projektträger mit 10% an den Kosten des Projektes. Ein
kleiner Teil des Fördergebietes umfasst auch die Stadt Bonn, die mit dem
Rhein-Sieg-Kreis als Träger eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung
geschlossen hat und sich entsprechend ihres Anteils am Fördergebiet auch
finanziell am Projekt beteiligt.

Das Bundesförderprogramm "chance.natur" hat sich zum Ziel gesetzt, die
herausragenden repräsentativen Landschaften Deutschlands zu fördern und
zu sichern, wenn akute Gefährdungen vorliegen und weitere zentrale
Förderkriterien wie Großflächigkeit, Naturnähe, Repräsentanz und
Beispielhaftigkeit erfüllt werden.

Weitere Informationen zum Projekt: https://www.bfn.de/10496.html und
http://www.chance7.org/

Weitere Informationen zum Förderprogramm:
www.bfn.de/0203_grossprojekte.html

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter:
http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5417


Hrsg: Bundesamt für Naturschutz
Referat Presse/Öffentlichkeitsarbeit
Konstantinstraße 110
53179 Bonn
Fon: 0228/8491 - 4444
Fax: 0228/8491 - 1039
presse@bfn.de
www.bfn.de

Donnerstag, 16. April 2015

Canada's seals need your help


 
Posted By: PETA: People for the Ethical Treatment of Animals (campaign leader)
URGENT: The horrifying, bloody seal slaughter in Canada has been underway for 4 days. So many baby seals have already died—we desperately need your help to end this cruelty. Please, make a generous gift today.
Right now, a mother harp seal is giving birth to a wide-eyed seal pup on the ice floes off the eastern coast of Canada. Just like our moms, this new mother feels joy as well as a deep sense of responsibility toward her newborn pup, as the chubby, helpless young seal is still too young to survive on the ice alone.
After a few weeks, this baby seal will shed his or her white fur, revealing a shiny "greycoat" underneath. It will then be legal to kill the seal for his or her skin.
For the last 4 days, baby seals have been crying out in terror and pain as Canadian sealers—the last proponents of a shameful, dying industry—bludgeon them to death with spiked clubs or metal hooks or even shoot them with high-powered rifles. It is nothing short of a massacre.

This suffering must end.
We're so close to stopping the seal slaughter forever, especially with bans on the sale of seal fur now in place in the U.S., the EU, Taiwan, Mexico, and Russia—which had been importing 95 percent of the pelts from Canada. We can't let the seals down now.
Your gift to PETA today will support our lifesaving work for seals and all other animals killed for their skins—and, in so doing, will help save thousands of baby harp seals in future years. Please don't wait—make your much-needed gift right now.
Seal images: © SeaShepherd Conservation Society
 



 
 

 

Mittwoch, 15. April 2015

Ein Kutschenpferd brach zusammen - Bürgermeister von Palma de Mallorca: Verbieten Sie Pferdekutschen!

Hallo Manfred, dieser Aufruf wurde vor kurzem auf Change.org gestartet. Wir dachten, Sie möchten sich vielleicht engagieren?

Bürgermeister von Palma de Mallorca: Verbieten Sie Pferdekutschen!


Luis B. Moreira
Palma de Mallorca, Spanien
Am 8. April brach auf der Adolfo Suarez Straße gleich gegenüber von der Palmas Kathedrale (La Seu) ein Pferd wegen der hohen Temperaturen zusammen. Auch wenn der Sommer mit Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad noch gar nicht begonnen hat, leiden die Tiere sehr unter den Folgen ihrer Ausbeutung.

Seit Jahren gibt es zahlreiche Zwischenfälle, bei denen die Tiere von ihren ungeduldigen Fahrern geschlagen bzw. völlig vernachlässigt werden oder bei denen sie durch die starke Hitze oder viel zu lange Arbeitszeiten zu Tode kommen. Erst im letzten Jahr war eine Stute in in der Jaume III Straße zusammengebrochen. Vor den Augen zahlreicher Touristen und Passanten schlug der Kutscher brutal auf das wehrlose Tier ein. Die lokale und internationale Presse berichtete über diesen Zwischenfall. 
Pferde sind gezwungen, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr, körperlich harte Arbeit zu verrichten. Egal ob bei brühender Hitze oder klirrender Kälte - ja sogar wenn es in Palma schneit (wie am 4. Februar 2012) müssen die Tiere auf die Straße.

Die Pferde sind gezwungen, die Wagen durch die halbe Stadt zu ziehen, was häufig zu einer Erkrankung der Atemwege führt, da die Tiere Abgase einatmen. Sie entwicklen chronische Probleme, die ihre Beinmuskulatur schwächen, da sie immer wieder über den harten Straßenasphalt laufen müssen. Das Ziehen der schweren Wagen und die Misshandlungen verursachen ernste Verletzungen, für die allzu häufig die medizinische Behandlung fehlt. 
Wenn die Pferde nicht arbeiten, sind sie in viel zu kleinen Ställen eingepfercht. Dort sind sie nicht in der Lage, sich umzudrehen, die Beine auszuruhen oder sich richtig zu erholen. Deshalb bitten wir die Stadtverwaltung von Palma de Mallorca die Pferdekutschen zu verbieten und z.B. durch Oldtimer zu ersetzen, sodass die Kutscher ihren Job nicht verlieren.