Samstag, 29. November 2014

20 Millionen Schweine landen jährlich bei un im Mülleimer

Deutsches Tierschutzbüro Newsletter 30. November 2014
Online ansehenWeiterleitenTieren helfen
Facebook Google+ Twitter YouTube  PayPal 
Aufgedeckt: Schweine für den Mülleimer



Aufgedeckt: Schweine für den Mülleimer

Aktiv werden
Spenden

Die industrielle Schweinemast boomt. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 59 Millionen Schweine in wenigen Monaten aufs Schlachtgewicht gemästet, am Fließband geschlachtet und ihr Fleisch für wenige Cent im Discounter verramscht. Möglich machen dies enorme EU Subventionen. Die Folge: etwa 30 Prozent des Billigfleischs wird weggeworfen. Schätzungen zufolge sterben in Deutschland so jährlich 20 Millionen Schweine einzig und allein für den Müllcontainer – ein Skandal! Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros haben in den letzten Monaten dokumentiert, wie Schweine in deutschen Mastbetrieben leiden. In fensterlosen Ställen, auf engstem Raum zusammengepfercht, werden sie innerhalb von nur sechs Monaten auf ihr Schlachtgewicht gemästet. Um Kosten zu sparen werden die meisten Schweine auf sogenannten Spaltenböden aus Beton gehalten, bei denen der Kot durch den Boden fällt. Das aufsteigende Ammoniak aus den angesammelten Fäkalien greift die Lunge der Tiere an, das Laufen auf dem Spaltenboden führt zu Klauen- und Gelenkerkrankungen. Ein solcher Untergrund verhindert zudem, dass die jungen Schweine ihr natürliches Erkundungs- und Wühlverhalten auszuleben. Die Folge dieser artwidrigen Haltungsbedingungen, sind Verhaltensstörungen, wie z.B. Schwanzbeißen. Um dies zu verhindern, wird den Tieren schon kurz nach der Geburt der Ringelschwanz einfach abgeschnitten. Trotzdem liegt der Anteil an Schweinen, die aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten noch nicht einmal die sechs Monate bis zur Schlachtung überleben, bei rund zehn Prozent. Auch diese Schweine landen im Müll.

Unsere aufwühlende Recherche wurde vom Fernsehen begleitet, die Aufnahmen und unsere Dokumentation finden Sie hier.


Tierpatenschaften retten Leben!
Demo vor letzter Pelzfarm Brandenburgs – mitmachen!
Demo vor letzter Pelzfarm Brandenburgs – mitmachen!
Aktuell läuft auf den Pelztierfarmen die sogenannte „Ernte“- die Tiere werden vergast und anschließend gehäutet. So auch in Frankenförde, wo die letzte Nerzfarm Brandenburgs betrieben wird. Am 07.12.2014 (Sonntag) demonstrieren wir darum vor der Farm (Zülichendorfer Landstraße 2 (L 80), 14947 Nuthe-Urstromtal Frankenförde). Zuvor bilden wir einen kleinen Trauermarsch durch die kleine Ortschaft Frankenförde, der vor der Nerzfarm enden wird. Die Wegstrecke beträgt ca. 3 km, Start wird die Kirche in Frankenförde sein (In der Aue, 14947 Nuthe-Urstromtal, Frankenförde). Dort sind einige Parkplätze vorhanden. An der Nerzfarm selbst kann nicht geparkt werden. Schilder und Plakate bringen wir mit. Ebenso bringen wir Grablichter mit, die wir vor die Nerzfarm stellen wollen, um an die getöteten Tiere zu erinnern.

Da Frankenförde über keinen Bahnhof oder Ähnliches verfügt, haben wir Busse gemietet, die in Berlin starten und über Potsdam und Luckenwalde fahren. Die Kosten wurden von einem Sponsor übernommen, deshalb ist die Nutzung der Busse für alle Teilnehmer kostenfrei.

Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen, daher bitte zeitnah reservieren. Eine Reservierung ist aus organisatorischen Gründen nur über unsere Website möglich. Jeder Mitfahrer muss sich eigenständig registrieren. Wir bitten alle Teilnehmer, in schwarzer Kleidung zu kommen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Weitere Informationen und die Bus-Anmeldung finden Sie hier.


Aktion „Spendendosen für den Tierschutz“
Aktion „Spendendosen für den Tierschutz“
Der Tierschutz in Deutschland ist vor allem ein Ziel auf Papier-die Realität sieht meist ganz anders aus. Nicht nur Schweine, auch Puten, Hühner, Kaninchen und viele andere leiden für die Fleischproduktion, in Zoos und Zirkussen oder in nicht artgerechter Privathaltung. Wir helfen diesen Tieren: Sei es mit Aktionen und Kampagnen, in denen wir auf das Leid dieser armen Kreaturen aufmerksam machen oder ganz direkt, indem wir in Not geratene Tiere retten.

Um Tierrettungen, die ärztliche Versorgung der verletzten Tiere, Aktionen und Kampagnen zur Aufklärung finanzieren zu können, sind wir als gemeinnützige Organisation auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Vom Staat erhalten wir leider keinerlei Unterstützung. Um zukünftig noch mehr Tieren helfen zu können, haben wir die Aktion „Spendendosen für den Tierschutz“ gestartet. Die Idee ist, dass man die Spendendosen in Geschäften, Hotels, Fitnessstudios und beim Bäcker aufstellt, um so aktiv Spenden für den Tierschutz zu sammeln. Und so funktioniert’s: Sie fordern über das untenstehende Formular eine Spendendose an (als Schutzgebühr müssen wir leider 10 Euro berechnen), per Post senden wir Ihnen die verplombte Spendendose sowie 50 Flyer von unserem Projekt „die-Tierretter“ zu (damit jeder Spender sieht, wofür seine Unterstützung genutzt wird). Sie stellen die Spendendose in einem Geschäft oder Hotel auf, nachdem die Dose gefüllt ist, schicken Sie sie uns zurück, Rücksendeadresse befindet sich auf der Spendendose (sowie in dem Postanschreiben).

Als kleines Dankeschön für Ihre Hilfe erhalten Sie unser 10-teiliges Postkarten-Set von geretteten Tieren kostenfrei per Post. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Online-Shop
Eine Tierpatenschaft mit Herz zum Nikolaus!
Eine Tierpatenschaft mit Herz zum Nikolaus!
Nur noch wenige Tage, bis der Nikolaus in unsere Häuser kommt und uns kleine Überraschungen beschert. Auch bei unseren Tieren hat der Nikolaus schon einmal vorbeigeschaut und ihnen ein paar Leckereien mitgebracht. Wenn auch Sie jemandem zum Nikolaus eine besondere Freude machen wollen, dann verschenken Sie doch eine Tierpatenschaft mit Herz, ein Geschenk, das doppelt Freude macht. Zum einen unterstützen somit aktiv den Tierschutz und sichern den Unterhalt unserer geretteten Tiere und zum anderen können Sie so Ihren Liebsten ein ganz persönliches Nikolausgeschenk machen. Eine Tierpatenschaft mit Herz ist bereits ab 5 € im Monat möglich und kann jederzeit wieder aufgehoben werden. Zudem können Sie Ihr Patentier jederzeit gemeinsam besuchen und so eine schöne Zeit miteinander verbringen!



DVD-Dokumentation: Exotenbörsen
DVD-Dokumentation: Exotenbörsen
Seit Jahren nimmt in Deutschland der Handel mit exotischen Wildtieren zu. Verkauft werden die empfindlichen Tiere nicht nur über Zoohandlungen, sondern auch übers Internet und bei so genannten Exotenbörsen. Dieser Film dokumentiert die tierschutzwidrigen Umstände auf der wohl größten und umstrittensten Exotenbörse Europas. In kleinen Plastikboxen, in denen sonst Essen am Imbiss verkauft wird, werden dort jedes Jahr mehr als zehntausend Wildtiere wie Wühltischware verramscht. Hilflos sind die empfindlichen Tiere der ungewohnten Geräusch- und Geruchskulisse, grellem Licht und Menschenmassen ausgeliefert. Mit dieser Dokumentation möchten animal public und das Deutsche Tierschutzbüro dazu beitragen, das stumme Leiden dieser Tiere öffentlich zu machen.


Die Tierretter
Spenden
Unterstützen Sie uns mit einer Spende

Mitglied werden
Unterstützen Sie uns Jetzt aktiv werden

Online-Shop
Dokumentationen, T-Shirts, Bücher & mehr

Die Tierretter
Wir sind da, wenn Tiere uns brauchen
Deutsches Tierschutzbüro e.V.
E-mail post@tierschutzbuero.de
Telefon 030 | 29 02 82 53 43
Adresse Genthiner Straße 48 / 10785 Berlin
1. Vors.: Roman Kriebisch
PayPal
Einfach über PayPal spenden

Spendenkonto:
Postbank
BLZ: 760 100 85
Konto-Nr: 181 111 857
IBAN Nr.:DE92 7601 0085 0181111857
BIC: PBNKDEFF
Gläubiger-Identifikationsnummer: DE95ZZZ00000598980
Alle Spenden sind steuerlich abzugsfähig.
www.tierschutzbuero.de | Impressum
Facebook Google+ Twitter YouTube
Sie erhalten unseren Newsletter, weil Sie ein Unterstützer des Deutschen Tierschutzbüros e.V. sind. Wenn Sie zukünftig keinen Newsletter mehr erhalten möchten oder Sie unwissentlich von einem Dritten angemeldet worden sind, dann klicken Sie einfach auf den Link: Newsletter bestellen/abbestellen

Freitag, 28. November 2014

Menschen für Tierrechte


Newsletter
Menschen für Tierrechte -
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

28.11.2014
Inhalt:
  • Illegale Tierversuche in Hessen: Bouffier muss jetzt konsequent handeln
  • Verbandsklage kommt in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen
  • Verbandsklage: Erste Erfolge bei Schweinehaltung und Stellenangebot für NRW
  • Tierschutz in Thüringen: Kritik am Koalitionsvertrag
  • Tierversuchsfrei: Hessen und BW vergeben Tierschutzforschungspreise
  • Mehr Tierschutz: Reform der Landesjagdgesetze
  • Gefährliche Exoten: NRW plant Haltungsverbote
  • Tierversuche: Über 1 Mio. Unterschriften übergeben
  • Alarmierend: Antibiotikaeinsatz in der Putenhaltung
  • Deutscher Zukunftspreis: Vegane Ernährung auf dem Vormarsch
  • Hilfsaktion für Ferkel gestartet
  • Termine: Demos & Co.
_________________________________________________
Illegale Tierversuche in Hessen: Ministerpräsident Bouffier muss jetzt konsequent handeln
Am Franz-Groedel-Institut in Bad Nauheim (Hessen) konnten vier Versuchsleiter über Jahre unentdeckt Tierversuche an Mäusen und Schweinen durchführen, die nicht oder nur zum Teil genehmigt waren.
Menschen für Tierrechte meint: Kriminelle Energien (in diesem Fall der Wissenschaftler) wird es immer geben. Was es aber nicht geben darf, ist die Ohnmacht der Veterinärbehörden. Sie müssten so ausgerüstet werden, dass sie bei Kontrollen der Tierversuchseinrichtung illegale Machenschaften aufspüren könnten. Dies ist zurzeit aber kaum möglich.
Entdeckt werden konnten die rechtswidrigen Zustände nicht durch behördliche Kontrollen, sondern nur aufgrund eines couragierten Whistleblowers und einer motivierten Genehmigungsbehörde. Sie recherchierte und erstattete Strafanzeige gegen die vier Wissenschaftler. Die Staatsanwaltschaft stellte die Klage gegen ein Bußgeld von 72.000 Euro ein. Die Einstellung des Verfahrens anstelle der Klageerhebung ist der zweite Skandal.
Der Bundesverband hat Ministerpräsident Bouffier nun kritische Fragen zu den Konsequenzen aus diesem Fall gestellt und die Fraktionsvorsitzenden im Hessischen Landtag informiert. Die hessische CDU und Die Linke haben bereits auf das Schreiben reagiert. Die Linke unterstützt die Anfrage des Bundesverbandes ausdrücklich und plant weitere Aktivitäten, um geltendes Tierschutzrecht durchzusetzen.
Hier lesen Sie unsere Pressemitteilung vom 21.11.14.
Hier können Sie sich das Schreiben des Bundesverbandes an Ministerpräsident Bouffier als PDF herunterladen.
_________________________________________________
Verbandsklage kommt in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen

Zwei Jahre nach einer ersten allgemeinen Anhörung der Verbände über die Notwendigkeit der Einführung der Tierschutzverbandsklage auf Landesebene hat der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Alexander Bonde am 18. November bekanntgegeben, dass nunmehr ein Gesetzentwurf zur Einführung der Tierschutz-Verbandsklage vorliegt und in Kürze den Verbänden zur Stellungnahme zugeleitet werde. Weitere Infos unter: www.stuttgarter-nachrichten.de
Auch in Schleswig-Holstein ist die Tierschutz-Verbandsklage nach zweijähriger parlamentarischer Beratung auf der Zielgeraden. Der Kieler Landtag wird voraussichtlich am 12. Dezember über das Gesetz der Regierungsfraktionen abstimmen, das sich sehr stark an dem Gesetz von Nordrhein-Westfalen orientiert. Hier können Sie sich den Gesetzentwurf für Schleswig-Holstein herunterladen: www.tierschutzwatch.de
Mitte September 2014 ist die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen ihrem Koalitionsversprechen nachgekommen und hat ihren Gesetzentwurf für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage vorgelegt. Niedersachsen gilt nach wie vor als das Land der Gülle und Massentierhaltung. Umso mehr begrüßt der Bundesverband die Initiative der rot-grünen Landesregierung. Leider berücksichtigt der Gesetzentwurf wesentliche Bereiche des Tierschutzes nicht. In seiner Stellungnahme stellte der Bundesverband fest, dass der Geltungsbereich des Gesetzes erheblich erweitert werden muss. Mehr zum niedersächsischen Gesetzentwurf sowie die Stellungnahme des Bundesverbandes lesen Sie hier: www.tierrechte.de
In 2015 könnte es durchaus möglich werden, dass 50 Prozent der Bundesländer die Tierschutz-Verbandsklage eingeführt haben. Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg könnten das sechste, siebte und achte Bundesland werden
_________________________________________________
Verbandsklage: Erste Erfolge bei Schweinehaltung und Stellenangebot für NRW
Während die anerkannten Tierschutzverbände in NRW gerade gemeinsam dabei sind, ein Landesbüro der Tierschutzverbände zu eröffnen, vermeldet Animal Rights Watch e.V. (ARIWA), ein Mitgliedsverein des Bundesverbandes, schon einen ersten Erfolg.
Aus den Anträgen für sieben Ferkelaufzuchtanlagen in sechs nordrhein-westfälischen Landkreisen ging hervor, dass viel zu kleine Kastenstände für Sauen geplant waren. Mit einer Kastenstandbreite von teils weniger als 70 cm orientieren sich die Anträge zwar an den Durchführungsbestimmungen der Länder Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, doch die in den Kastenständen gehaltenen Zuchtsauen sind höher, als die Kastenstände breit sind. Ein Ausstrecken der Gliedmaßen in Seitenlage, wie es in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) gefordert wird, ist den Tieren daher nicht möglich.
ARIWA forderte deshalb ein Eingreifen der Behörden. Nun soll an einem Runden Tisch mit ARIWA, dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Land Nordrhein-Westfalen ein Kompromiss ausgearbeitet werden. Wird hier keine Lösung gefunden, können die Tierschutzverbände klagen. Präzedenzfälle wie dieser können zukünftig dazu beitragen, die Haltungsbedingungen der sogenannten Nutztiere effektiv und grundlegend zu verbessern.
Weitere Infos unter www.ariwa.org und unter topagrar.
StellenangebotFür das “Landesbüro Verbandsklagerecht anerkannter Tierschutzverbände in NRW in Düsseldorf” wird ab dem 01.01.15 eine Fachkraft zur Koordination der Beteiligungsverfahren im Rahmen der Tierschutz-Verbandsklage gesucht. Hier finden Sie das komplette Stellenprofil: www.tierrechte.de
_________________________________________________
Thüringen: Kritik am Koalitionsvertrag
In Thüringen erweckt der Regierungswechsel von CDU/SPD zu Linke/SPD/Grüne berechtige Chancen für mehr Tierschutz im Land. Folgen wir den Wahlaussagen der drei Landesparteien, so sind eine tier- und umweltverträgliche Landwirtschaft, die Förderung tierversuchsfreier Verfahren und die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Thüringen zu erwarten. Doch ausgerechnet die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage im Land steht nicht im Koalitionsvertrag.
Wie wichtig dieses Instrument ist, daran hatten wir die Vertragspartner während der Koalitionsverhandlungen nochmals erinnert. Die Koalition will sich für das Klagerecht auf Bundesebene einsetzen. Doch unter der großen Koalition gibt es auf absehbare Zeit keine Mehrheit für die Einführung auf Bundesebene. Der Bundesverband hat deswegen die Landes- und Fraktionsvorsitzenden der Parteien erneut angeschrieben und sie aufgefordert, sich an ihre klaren Wahlaussagen zugunsten einer Tierschutz-Verbandsklage auf Landesebene zu halten und den rechtlichen Spielraum zu nutzen, den der Bund den Ländern für den Tierschutz zugesteht.
Hier können Sie sich den Brief des Bundesverbandes vom 26.11.14 an die Parteien herunterladen: www.tierrechte.de
Die Wahlaussagen der Parteien können Sie hier abrufen:
www.tierschutzwatch.de
_________________________________________________
Tierversuchsfrei: Hessen und BW vergeben Tierschutzforschungspreise
Hessen und Baden-Württemberg haben vor Kurzem mehrere Forschergruppen für die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren ausgezeichnet. In Baden-Württemberg erhalten drei Teams aus Tübingen, Heidelberg und Mannheim in den kommenden zwei Jahren die Landesförderung von insgesamt 400.000 € für die Entwicklung von Tierversuchsersatzmethoden für die Bereiche Lebertoxiziätsprüfungen sowie für die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Chirurgie.
In Hessen wurde der Toxikologe Dr. Stefan Weigt von der Merck KGaA für die Weiterentwicklung eines bereits bestehenden Teratogenitätstests mit Zebrafischembryonen mit dem Hessischen Tierschutzforschungspreis 2014 ausgezeichnet. Der neue Test kann den Einsatz trächtiger Ratten und Kaninchen (und deren Nachkommen) ersetzen.
Hier finden Sie ausführliche Informationen zu den Preisträgern: www.invitrojobs.de
_________________________________________________
Mehr Tierschutz: Reform der Landesjagdgesetze
Nach zweijährigem Ringen hat die rot-grüne Landesregierung von Baden-Württemberg am 12. November ihr neues “Jagd- und Wildtiermanagementgesetz” beschlossen. Es tritt am 1. April 2015 in Kraft und soll den Staatszielen Naturschutz und Tierschutz gerecht werden.
Glücklicherweise ist es der Jagdlobby nicht gelungen, sich gegen alle Tierschutz-Verbesserungen in dem Gesetz durchzusetzen. Einige besonders tierquälerische Jagdpraktiken, wie der Einsatz von Totschlagfallen und die Jagd auf Füchse im unterirdischen Bau werden zukünftig verboten sein. Der Abschuss von Haustieren ist nur noch in begründeten Ausnahmefällen zulässig. Die Jagd soll zwei Monate im Jahr ruhen.
Derweil hat das NRW-Kabinett am 18. November den Entwurf des grünen NRW-Umweltministers Johannes Remmel für ein neues Jagdgesetz beschlossen. Auch in diesem Gesetz sollen einige besonders tierquälerische Jagdpraktiken verboten werden. Dies sind der Abschuss streunender Katzen, die Baujagd auf Füchse und Dachse, die Jagd mit Totschlagfallen und die Ausbildung von Jagdhunden an flugunfähig gemachten Enten.
Außerdem soll der Katalog der jagdbaren Arten deutlich eingeschränkt und die Jagdzeiten reduziert werden. Auch ein Abschuss von Tieren, die auf der roten Liste stehen, soll künftig nicht mehr erlaubt sein. Auf Druck der Jäger wurde die Möglichkeit für juristische Personen, wie Vereine, die Zwangsbejagung auf ihren Grundstücken zu untersagen, wieder zurückgenommen.
Damit die geplanten Verbesserungen in dem Gesetz erhalten bleiben, unterschreiben Sie bitte die gemeinsame Resolution und schreiben Sie eine E-Mail an die NRW-Ministerpräsidentin, den Umweltminister und die Fraktionsvorsitzenden. Hier können Sie sich einen Mustertext als Word Dokument herunterladen.
_________________________________________________
Gefährliche Exoten: NRW plant Haltungsverbote
Haltung und Handel mit exotischen Wildtieren bedingt gravierende Tierschutz- und Artenschutzprobleme und kann gefährlich für den Menschen sein. Um diese komplexe Problematik in den Griff zu bekommen, gehen die Bundesländer voran: Die Hälfte der Länder hat die Haltung gefährlicher Tiere bereits gesetzlich geregelt.
In Nordrhein-Westfalen sollen künftig beispielsweise keine giftigen Skorpione, Spinnen, Fisch- und Schneckenarten sowie Schlangen mit Giftzahn privat gehalten werden dürfen. Außerdem soll das Verbot für besonders große und starke Tiere, wie Krokodile, Alligatoren, große Bären, Raubkatzen, Wölfe, Primaten, Elefanten oder Nashörner gelten.
Nun fordern Politiker aller Couleur auch eine bundesweite Regelung. Der Koalitionsvertrag der Großen Koalition auf Bundesebene sieht dies auf Seite 84 vor. Danach sollen Handel mit und private Haltung von exotischen und Wildtieren bundeseinheitlich geregelt werden. Importe von Wildfängen in die EU sollen grundsätzlich verboten und gewerbliche Tierbörsen untersagt werden. Hier nimmt sich die Politik zuerst dem drängenden Thema gefährliche Exoten an. Ein wichtiger nächster Schritt muss sein, die Haltung und den Handel mit Exoten zu verbieten bzw. massiv einzuschränken.
Hier lesen Sie die Stellungnahme des Bundesverbandes zu dem in NRW geplanten Gesetz.
Hier können Sie sich den Gesetzentwurf sowie die Verordnung als PDF herunterladen: www.tierschutzwatch.de
_________________________________________________
Tierversuche: Über 1 Mio. Unterschriften an EU-Kommission übergeben
Am 26. November hat die Europäische Bürgerinitiative “Stop Vivisection” weit über eine Million gesammelte Unterschriften an die EU-Kommission übergeben. So konnte erreicht werden, dass sich die Kommission mit dem Thema befassen muss. Die Initiative fordert den mittelfristigen Ausstieg aus der Tierversuchsforschung und eine stärkere Förderung zukunftsweisender Forschungsmethoden. Der Bundesverband hatte für die Unterschriftensammlung mobil gemacht.
Weitere Infos unter:
www.stopvivisection.eu
_________________________________________________
Alarmierend: Antibiotikaeinsatz in der Putenhaltung
Eine neue Studie des NRW-Verbraucherschutzministeriums deckt den massiven Einsatz von Antibiotika in der Putenmast auf. Demnach werden in NRW neun von zehn Puten im Laufe ihres kurzen Lebens mit Antibiotika behandelt. Einzelne Mastdurchgänge wurden bis zu 21-mal mit Antibiotika behandelt. Dabei kamen bis zu zehn verschiedene Wirkstoffe pro Durchgang zum Einsatz. Die Ergebnisse zeigen, dass ähnlich wie bei der Masthühner-Studie aus dem Jahre 2011 antibiotische Behandlungen die Regel und nicht die Ausnahmen sind. In deutschen Ställen werden mehr als elf Millionen Puten gehalten. Viele von ihnen leiden an haltungs- und zuchtbedingten Krankheiten.
“Das ist ein Systemfehler, doch die Bundesregierung scheint auf diesem Auge blind zu sein”, so Umweltminister Johannes Remmel. Dies ist bereits der dritte Fachbericht, der einen alarmierenden Antibiotika-Einsatz dokumentiert. 2011 und 2012 hatten bereits zwei andere Erhebungen des Ministeriums das Ausmaß des Antibiotika-Einsatzes belegt. Für die Haltung von Mastputen gibt es bislang keine verbindlichen Vorschriften in der Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung. Es gilt lediglich eine “freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen”. Die NRW-Landesregierung kündigte nun an, eine Bundesratsinitiative einzubringen, in der sie die Bundesregierung auffordert, die Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung mit rechtsverbindlichen Regelungen zur Putenhaltung zu ergänzen.
Alle Infos zu der Studie unter:
www.umwelt.nrw.de
_________________________________________________
Deutscher Zukunftspreis: Vegane Ernährung auf dem Vormarsch
Die Bedeutung pflanzlicher Lebensmittel steigt. Dies zeigte sich auch am 19. November 2014, als die Entwickler eines Verfahrens, mit dem aus Lupinen ein wohlschmeckender Ersatz für Fleisch- und Milchprodukte gewonnen werden kann, durch Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurden.
Die mit 250.000 Euro hochdotierte Auszeichnung ist ein eindeutiges Zeichen, dass die vegetarisch-vegane Ernährung endlich die wissenschaftliche und die gesellschaftliche Anerkennung erfährt, die sie schon lange verdient.
Mehr Infos unter:
www.tierrechte.de
_________________________________________________
Hilfsaktion für Ferkel gestartet
Der Verein Rüsselheim e.V. hat 2012 rund 200 Schweine vor dem Schlachthof gerettet. Der Bundesverband hatte damals 10.000 Euro als “Sofortmaßnahme” gespendet. Nun steht Rüsselheim vor der Aufgabe, noch einmal 216 Ferkel unterzubringen und sucht dringend tierliebe Menschen, die Schweine bei sich aufnehmen oder sie mit einer Patenschaft unterstützen.
Alle Infos, wie Sie helfen können, finden Sie unter:
ruesselheim.com
_________________________________________________
Termine: Demos & Co.
29.- 30. November 2014: Veganer Weihnachtsmarkt in Duisburg
Samstag, 29. November 2014: VegMed Fachkongress in Berlin
Samstag, 6. Dezember 2014: Fackelmahnwache gegen Tierversuche in Düsseldorf
Sonntag, 7. Dezember 2014: Anti-Pelz-Demo in Frankenförde (Brandenburg)
Sonntag, 7. Dezember 2014: Veganer Weihnachtsmarkt in Düsseldorf
Samstag, 20. Dezember 2014: Großdemo gegen Tierversuche in Tübingen
Freitag, 19. Dezember 2014: Schlachthofmahnwache in Viersen
Samstag, 17. Januar 2015 Konferenz: Fleisch für die Welt? Sackgasse Agrarexporte
Samstag, 21. Februar 2015: Konferenz “Tiere sind keine Ware” in Wiesbaden
Diese und weitere Termine finden Sie unter:
www.tierrechte.de

Abmelden? Möchten Sie aus unserem Newsletter-Verteiler gestrichen werden, bitten wir Sie, uns eine kurze Nachricht zu schicken – z.B. ganz einfach über die Antwortfunktion Ihres eMail-Programms.
Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Roermonder Str. 4a, 52072 Aachen
Internet: http://www.tierrechte.de/
Kontakt: Pressestelle – Stephanie Elsner
Tel.: 05237 - 2319790, E-Mail: elsner@tierrechte.de

Social: Facebook · YouTube · Twitter
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich auf rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung und Umsetzung elementarer Tierrechte ein. Als Dachverband sind ihm etwa 100 Vereine sowie persönliche Fördermitglieder angeschlossen. Seit seiner Gründung ist er als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
Hinweis: Dies ist eine Multipart-Nachricht, die aus einem HTML- und einem Klartextteil besteht. Wenn Sie E-Mails lieber im reinen Textformat lesen, richten Sie Ihr E-Mail-Programm bitte so ein, dass der Klartextteil präferiert wird .
Spenden-/Beitragskonto:
Sparkasse Aachen
BLZ: 390 500 00
IBAN DE02 3905 0000 0016 0079 73
Kto: 16 00 79 73
SWIFT-BIC AACSDE33
Online-Spende: www.spenden.tierrechte.de

© Menschen für Tierechte 2007 • Powered by Zirona

Dienstag, 18. November 2014

#SaveKimi: 290.000 protestieren gegen Pelz bei Burberry

Mehr Menschlichkeit für Tiere
Falls Sie diese E-Mail nicht öffnen können, sehen Sie hier die Browserversion.
18.11.2014
#SaveKimi: 290.000 protestieren gegen Pelz bei Burberry VIER PFOTEN Deutschland
www.vier-pfoten.de

Lieber Herr Paukstadt,
der öffentliche Druck auf das britische Modehaus Burberry steigt. Über 290.000 Menschen haben sich bereits mit Fuchs Kimi solidarisiert und protestieren mit VIER PFOTEN gegen Pelz bei Burberry. Wir freuen uns über dieses großartige Engagement und danken allen, die uns unterstützen!

Seit Wochen finden immer wieder #SaveKimi-Aktionen in europäischen Großstädten statt – in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, London, Wien und Zürich. Auch viele Promis setzen sich für Kimi ein: Viele Künstler posten Fotos von sich im #SaveKimi T-Shirt, und Schauspieler Hannes Jaenicke appelliert aktuell in einem Video eindringlich an die Zuschauer, auf Pelz zu verzichten.

Am 4. November übergaben wir in London die bis dahin gesammelten Proteststimmen an die Burberry-Zentrale. Das Management erklärte sich zwar bereit, diese anzunehmen; den symbolischen 40.000-Euro-Scheck von Kimi-Unterstützern für die Rettung des Fuchses lehnte Burberry jedoch ab. Burberry erklärte außerdem erneut, weiterhin an Echtpelz festzuhalten, da es nur Felle von Farmen beziehe, die „hohe Tierschutzstandards erfüllen“.

Wir geben nicht auf! Die großartige Unterstützung bestärkt uns darin, den Druck auf Burberry weiter zu erhöhen.

Lesen Sie mehr.

Ihr VIER PFOTEN Team
VIER PFOTEN brüllt für ein Wildtierverbot im Zirkus. Starke Stimmen
Immer mehr Tierfreunde brüllen mit uns für ein Wildtierverbot im Zirkus: Wir haben viele tolle neue Brüllvideos bekommen – zu sehen und zu hören auf unserer Kampagnen-Webseite. Und wer noch nicht dabei ist, jetzt die Petition unterschreiben und das eigene Brüllvideo hochladen!

Hier geht's zur Kampagnen-Webseite.

Tierschutz-Erfolg: Kamps backt ohne Käfig-Eier Bäckerei ohne Käfig-Ei
Die Bäckereikette Kamps verwendet für ihre Teigwaren keine Eier aus Käfighaltung mehr. Der Konzern hat VIER PFOTEN versichert, die komplette Produktion auf Bodenhaltung umgestellt zu haben. Für den Tierschutz ist das ein großer Erfolg!

Mehr Informationen.
Gepard Sasha in LIONSROCK Ein neuer Bewohner in LIONSROCK
Sasha ist ein Gepard mit Handicap: Mit nur drei Beinen ist ein Leben in freier Wildbahn ist für ihn unmöglich. Jetzt hat er im VIER PFOTEN Großkatzenrefugium LIONSROCK ein tiergerechtes Zuhause gefunden.

Lesen Sie mehr.
VIER PFOTEN hilft rumänischen Streunerhunden Hoffnung für rumänische Streunerhunde
Klaus Iohannis wird neuer Präsident von Rumänien. Mit der Ablösung von Victor Ponta steigt nun die Hoffnung auf eine humane Lösung für die Streunerhunde-Problematik, denn Iohannis hatte sich bereits gegen das bestehende Tötungsgesetz ausgesprochen.

Mehr über unsere Streunerhilfe.

BÄRENWALD Müritz Kalender 2015 BÄRENWALD Kalender
Lassen Sie sich durch das Jahr von den schönsten Bildern aus dem BÄRENWALD Müritz begleiten – mit dem BÄRENWALD Kalender 2015. Zwölf Bilder aus dem alltäglichen Leben unserer Schützlinge bringen die Bären unseres Hilfsprojektes in Mecklenburg-Vorpommern direkt zu Ihnen nach Hause.

Jetzt bestellen.
Click! – die Ausstellung
Zeichen setzen für Tiere: Mit dem Fotoprojekt "Click!" schafft VIER PFOTEN einmal mehr Bewusstsein für das Thema Tierschutz. Starfotograf Manfred Baumann hat unser Motto "Mehr Menschlichkeit für Tiere" in Bilder umgesetzt. Aktuell sind seine Bilder in Ausstellungen in Hamburg und Wien zu sehen.

Mehr Informationen.

Facebook
Twitter
Google+
Youtube